Ich erinnere mich noch an meine eigene erste Tantra-Massage. Am Ende war ich in einem Zustand großen Wohlbefindens und starker Erregung und hätte gern noch mehr von der netten Masseurin bekommen. Ich hätte durchaus nichts gegen Sex gehabt oder einfach nur engen Körperkontakt. Aber das war nicht geplant. Ein warmes Handtuch bedeckte den erigierten Penis und die Masseuse legte ganz ruhig ihre Hand darauf. Meine Erregung klang langsam ab, das Wohlbefinden blieb. Mit einem sanften Kuss in den Nacken wurde mir das Ende der Massage bedeutet.

Die Empfindungen am Ende einer Kashmir-Massage können so intensiv sein, dass man schnell auf die Idee kommen könnte, den ursprünglich festgelegten Rahmen zu sprengen und zum Beispiel einen Geschlechtsakt anzuschließen. Dies erfordert von der Masseurin oder dem Masseur eine hohe innere Zentrierung, Präsenz und eine große Bewusstheit und somit ein absolut respektvolles Verhalten. Sie oder er bürgt schließlich für den Rahmen der Massage und begleitet die massierte Person wohlwollend beim Erleben ihrer Empfindungen (Verteilung der sexuellen Energie, Orgasmus). Es ist nicht unbedingt einfach, sich nicht von den Empfindungen mitreißen zu lassen und zentriert und bewusst zu bleiben. Die zirkulierende Liebe geht manchmal sehr tief. Zusammen mit den eigenen Empfindungen kann dies verwirren und schlussfolgern lassen, dass der Geschlechtsakt den Abschluss der Massage bilden sollte. Das ist aber nicht vorgesehen. Die massierte Person erlebt eine Reise, die Masseurin oder der Masseur initiieren diese Reise und begleiten sie.

Es ist also wichtig, von Anfang an einen Rahmen für die Massage zu stecken, ganz bei der massierten Person zu sein und eindeutig das Ende der Massage anzuzeigen. Mit einer Geste oder ein paar sanften Worten kündige ich der massierten Person das Ende der Reise an. Wenn beide Seiten wieder angekleidet sind, bildet eine Umarmung (ein Hug) den Abschluss.

Dieser Artikel versucht zu beschreiben, was eine Kasmir-Massage ist oder nicht ist. Am besten erschließt sich der Sinn jedoch durch das eigene Erleben. Daher lade ich Sie ein, sich eine Kashmir-Massage geben zu lassen.

Worauf warten Sie noch?

Machen wir Bekanntschaft!

Eric

Dieser Artikel wurde von Margerete GERBER übersetzt.

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